Wie ich durch Pizza, die Welt verändern kann…

Der Tag hatte seltsam begonnen und sollte auch so aufhören.

Ich war gerade dabei eine Schachtel Tiefkühlpizza zu öffnen, als mit lautem Rumsen eine fette, kleine, hässliche Person vor meinen Füßen zu Boden fiel. Sie hatte ein schmutziges Tütü an, es spannte ihr am Körper, dicke Speckröllchen zeichneten sich an Bauch, Beinen und Po ab.

Ich war weitaus geschockter über den Fakt, dass meine Pizza jetzt wohl ungenießbar geworden war, als darüber, dass diese Person wohl aus der Schachtel gefallen sein musste. Beim genaueren Betrachten fielen mir sofort die fettigen, blonden Haare auf. In der rechten Hand des Wesens befand sich ein verkümmerter Stab, während in der linken ein angefressenes Stück Pizza war.

„Hey,  du da! Kleiner! Ich bin ne Fee“, grunzte die Gestalt mit mürrischer Stimme.

„Ne, nicht wirklich oder? Ich hatte mir Feen und anderes Zauberzeugs, hübscher vorgestellt!“, antwortete ich, immer noch hungrig.

„Ihr Menschen und eure Klischees! Wie auch immer, du hast zwei Wünsche frei!“

Bisschen verdutzt begann ich zu sprechen, „Ich dachte immer es seien drei Wün…“, als ich harsch unterbrochen wurde.

„ 2 und keinen mehr! Jetzt mach mal!“, schnauzte mich die unfreundliche Fee an.

„Hmm okay! Dann will ich ne neue Playstation und vor allem ne neue Pizza, am besten schon gekocht und mit ganz viel Schinken drauf!“, erwiderte ich.

„Was? Ne,ne,ne! Mach mal halblang! Für so etwas verwende ich keine Zauberenergie, lass dir was Besseres einfallen!“, schrie mich die fette Fee an.

„Jaja also dann wünsche ich mir… Hmm.. Kann ich den Pizzawunsch nicht behalten?“

Die Fee starrte mich böse an. „Nein.“

„Ich habe sonst keinen Wunsch. Ich hab Hunger, also will ich ne Pizza!“

„Dann kannst du auch genauso gut tot sein. Ohne Wünsche hat das Leben keinen Sinn!“, sagte die Fee mit ungeduldiger Stimme.

„Aber ich hab doch einen Wunsch! Eine Pizza!“, wimmerte ich hungrig.

„Gut, dann behalt die verdammte Pizza! Und jetzt lass dir was Gutes einfallen und zwar sofort!“

„Gut dann wünsch ich mir, dass du aus der Pizzaschachtel meiner Exfreundin fällst, die hat immer zehntausend Wünsche parat…!“, sagte ich bestimmt.

 

„Ich gebs auf, wann werde ich endlich einen Menschen finden der sich etwas Sinnvolles wünscht? Etwas wie Gesundheit für alle Menschen, Frieden oder einfach eine heile Welt? Ich werde dir all deine materiellen Wünsche stehlen und sie mit dem Wunsch nach einer besseren Welt austauschen. Nur werde ich dann nicht mehr da sein! Es ist jetzt deine Aufgabe für die Erfüllung jener Wünsche zu kämpfen!“

Mit lautem Puff verschwand  die fette, hässliche Fee und ich stand, meiner eigenen Wünsche beraubt da. Leise murmelte ich mir selbst zu: Hmmm.. was wollte ich jetzt nochmal tun? 

Schnell schlüpfte ich in mein Tütü, holte meinen neu-gewonnenen Zauberstab aus der Tasche und machte mich auf den Weg die Welt zu retten und Wünsche zu erfüllen. Aber vorher musste ich noch etwas erledigen… Genau! Pizza essen!

 

 

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